Deutsches Recht und Copy­right

Kleiner Exkurs zum ©

Originalbild succo/CC0

Im internationalen Rechtsraum gibt es kein gemeinsames geltendes Urheberrecht. Das Urheberrecht ist Länderrecht, aber es gelten allgemeine analoge Vorschriften in der EU. So wird beim Schutz geistiger Schöpfungen weltweit zwischen dem kontinentaleuropäischen Urheberrecht bzw. dem „droit d‘auteur“ und dem anglo-amerikanischen Copyright unterschieden[1]

Beide sind schon im Ansatz fundamental verschieden (siehe Tabelle). Das Urheberrecht ist gleichbedeutend mit dem Recht des geistigen Eigentums und wird automatisch dem Schöpfer/Urheber zugeordnet. Das schützt vor unautorisierter Vervielfältigung und Veröffentlichung des Werkes. Das Copyright gilt nur für Originalwerke in einer materiellen Form, die niedergeschrieben oder aufgenommen worden sind. Forschungsdaten fallen nur sehr selten unter das Copyright, jedoch regelmäßig unter das Urheberrecht. Eine sekundäre Nutzung der Forschungsdaten ist daher regelmäßig nur mit der Zustimmung des Urhebers möglich[2]. Zu dieser Regelung gibt es gewisse Ausnahmen für die Lehre und Forschung.

Mehr dazu im Artikel Uhrheberrecht

Der Copyright-Vermerk ©, kennzeichnet international ein ausschließliches Nutzungs- und Verwertungsrecht. Es kann beispielsweise dazu dienen Bilder besser vor unerlaubten Kopien zu schützen. Das Zeichen hat heutzutage aber lediglich eine international transparent hinweisende Wirkung. Die Eigentumsrechte wirken auch ohne dieses Zeichen.


Einzelnachweise

1.  Deterding, S. & Otto, P. (2008): Dosier Urheberrecht. Bundeszentrale für politische Bildung.

2.  Corti, L., Van den Eynden, V.; Bishop, L., Woollard, M. (2014): Managing and Sharing Research Data: a Guide to Good Practice.