GWK schafft Voraussetzung für zukunftsweisende datenbasierte Forschung

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) meldete am Freitag den lang angekündigten Start der NFDI. Die GWK hat sich darauf geeinigt, eine Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) aufzubauen und gemeinsam zu fördern. Dieses Programm ist Teil eines für Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen wichtigen Förderpakets. Für Aufbau und Förderung der NFDI wollen Bund und Länder bis 2028 jährlich bis zu 90 Mio. Euro im Endausbau bereit stellen, hiervon bringt der Bund 90 Prozent auf, 10 Prozent der Kosten tragen die Länder . Das Programm startet am 1. Januar 2019.

Die Vereinbarung geht auf einen Grundsatzbeschluss der Gemeinsamen Wissen­schaftskonferenz (GWK) aus dem Jahr 2017 zurück. Das Konzept eines bundes­weiten, durch die Wissenschaft selbst „Bottom-up“ organisierten Forschungsdaten­management basiert auf einer Empfehlung des Rates für Informationsinfra­struk­turen (RfII) zu Strukturen, Prozessen und Finanzierung des Forschungsdaten­managements in Deutschland.

Die NFDI ist eine konzertierte langfristig angelegte Aktivität, die Vernetzung, Nachnutzbarkeit und Qualitätssicherung von Forschungsdaten verbessern und die Souveränität der Wissenschaft über ihre Datenbestände gewährleisten soll.Als Infrastruktur für Erzeuger und Nutzer wissenschaftlicher Daten wird sie eng am Bedarf orientierte Dienste-Port­folios entwickeln und diese für Forschende länder- und institution­en­übergreifend zur Verfügung stellen. Ziel ist es, die zahlreichen, oft dezentral, projektgebunden und temporär betriebenen Datenbestände von Wissenschaft und Forschung systematisch zu erschließen und sie dauerhaft für die Wissenschaft zugänglich zu halten. Dies birgt Chancen für Zukunftsthemen wie Klimawandel und Um­weltschäden, Mobilitätsbelastung von Menschen und Regionen, Gesund­heits­entwicklung, Anforderungen an gebaute Infrastrukturen, Energiesysteme, Wandel der Arbeitswelt, Bildungsforschung, Veränderung der Sprachen sowie eine Fülle weiterer datenintensiver Themenstellungen der natur-, ingenieur- und kultur­wissen­schaftlichen Grundlagenforschung.